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Siebdruck oder DTF für Vereinstrikots – was lohnt wann?

Siebdruck lohnt sich bei großen, gleichen Auflagen mit wenigen Farben, DTF bei kleinen Mengen, vielen Farben und individuellen Namen/Nummern.

Wer Trikots für einen Verein bedrucken lässt, steht früher oder später vor der Frage: Siebdruck oder DTF? Beide Verfahren liefern gute Ergebnisse, taugen aber für unterschiedliche Situationen. Wir erklären, wie sich die Verfahren unterscheiden und wann sich welches lohnt.

Was ist der Unterschied zwischen Siebdruck und DTF?

Beim Siebdruck wird für jede Farbe ein eigenes Sieb (eine Schablone) angefertigt. Die Farbe wird durch das Sieb direkt auf den Stoff gerakelt und anschließend ausgehärtet. Das Verfahren ist seit Jahrzehnten etabliert und liefert sehr deckende, kräftige Farben.

DTF steht für “Direct to Film”. Das Motiv wird zunächst spiegelverkehrt auf eine spezielle Folie gedruckt, mit Klebepulver versehen und dann mit einer Transferpresse auf das Textil übertragen. Es braucht keine Siebe und keine Farbtrennung – ein Vollfarb-Motiv ist genauso einfach wie ein einfarbiges.

Der entscheidende technische Unterschied: Siebdruck verursacht Einrichtungskosten pro Farbe (Siebe, Farbeinrichtung), DTF nicht. Dafür liegt der Preis pro Stück bei DTF in höheren Auflagen meist über dem des Siebdrucks.

Wie unterscheidet sich die Haltbarkeit?

Beide Verfahren halten bei korrekter Verarbeitung viele Wäschen aus. Im Detail gibt es Unterschiede:

  • Siebdruck verbindet sich sehr robust mit dem Gewebe und gilt als langlebig. Großflächige, deckende Drucke können den Stoff etwas steifer wirken lassen.
  • DTF liegt als dünne, leicht elastische Schicht auf dem Stoff. Moderne DTF-Transfers sind waschbeständig und reißfest; bei sehr großen Flächen ist die Atmungsaktivität etwas geringer als bei einem dünn aufgetragenen Siebdruck.

Für Sport-Funktionsstoffe (Polyester) ist beim Siebdruck die richtige Farbwahl wichtig, damit nichts “durchblutet” (Migration). DTF ist hier in der Regel unkomplizierter.

Welches Verfahren passt zu welcher Stückzahl?

Hier liegt der Kern der Entscheidung. Eine grobe Orientierung:

KriteriumSiebdruckDTF
Kleine Mengen (Einzelstücke bis wenige Dutzend)eher unwirtschaftlichgut geeignet
Große, gleiche Auflagensehr wirtschaftlichteurer pro Stück
Wenige Farbenidealmöglich
Viele Farben / Fotomotiveaufwändig (je Farbe ein Sieb)ideal
Individuelle Namen & Rückennummernaufwändig pro Trikoteinfach pro Trikot
Einrichtungskostenja (pro Farbe)nein

Für Vereinstrikots ist genau dieser letzte Punkt oft ausschlaggebend: Wenn jedes Trikot einen anderen Namen und eine andere Nummer bekommt, ist jeder Druck ein Unikat. Das spielt DTF in die Hände, weil hier kein Sieb pro Variante nötig ist.

Vereinstrikots mit Namen, Nummern und Logo — passendes Verfahren, jederzeit nachbestellbar.

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Was kostet das?

Pauschale Preise gibt es nicht, weil Stoff, Motivgröße, Farbanzahl und Stückzahl alles beeinflussen. Das Kostenmodell unterscheidet sich aber grundsätzlich:

  • Siebdruck: einmalige Einrichtungskosten pro Farbe (für die Erstellung der Siebe) plus ein vergleichsweise niedriger Stückpreis. Je größer die Auflage, desto stärker verteilen sich die Einrichtungskosten – ab einer gewissen Menge ist Siebdruck deutlich günstiger pro Stück.
  • DTF: keine Einrichtungskosten, dafür ein konstanterer Stückpreis (sinkt bei höherer Auflage nur moderat). Bei kleinen Mengen schlägt DTF den Siebdruck klar, bei großen Mengen kehrt sich das um.

Eine belastbare Zahl bekommen Sie von uns, wenn wir Motiv, Farbanzahl, Textil und Stückzahl kennen.

Wann lohnt sich Siebdruck, wann DTF?

Zusammengefasst:

Siebdruck lohnt sich, wenn:

  • Sie eine große Auflage gleicher Trikots brauchen (z. B. einheitliche Vereinsfarben ohne individuelle Namen),
  • das Motiv aus wenigen Volltonfarben besteht,
  • maximale Robustheit gefragt ist und Sie regelmäßig nachbestellen.

DTF lohnt sich, wenn:

  • Sie kleine bis mittlere Mengen brauchen,
  • jedes Trikot individuell wird (Namen, Nummern, verschiedene Größen),
  • das Motiv viele Farben oder Farbverläufe enthält,
  • Sie kurzfristig oder in mehreren kleinen Chargen liefern müssen.

Wir selbst arbeiten mit DTF sowie mit Flock- und Flexdruck. Bei Trikots kombinieren wir das in der Praxis oft: mehrfarbige Logos und Sponsoren per DTF, die individuellen Namen und Nummern per Flock oder Flex. Klassischer Siebdruck kann bei sehr großen, gleichen Auflagen Vorteile haben – dann sagen wir Ihnen das ehrlich.

Was ist mit Sponsorenlogos und Auflagen über mehrere Saisons?

Wenn dieselben Sponsorenlogos über mehrere Saisons und auf vielen Textilien (Trikots, Trainingsjacken, Taschen) auftauchen, spricht das für Siebdruck, weil sich die einmaligen Siebkosten über die Zeit amortisieren. Ändern sich Sponsoren häufig oder sind es viele verschiedene kleine Logos, ist DTF flexibler.

Fazit

Es gibt kein generell “besseres” Verfahren – nur ein passenderes für Ihren Fall. Faustregel: viele gleiche Trikots mit wenigen Farben → Siebdruck. Kleine Mengen, viele Farben, individuelle Namen und Nummern → DTF. Häufig ist die Kombination aus beidem die wirtschaftlichste Lösung.

Wir veredeln Trikots mit DTF und Flock/Flex – auf Wunsch auch als Print on Demand, damit Sie bei wechselnden Mitgliedern bequem nachordern können. Mehr zu unserer Textilveredelung und welches Verfahren für Ihren Verein passt, besprechen wir gern direkt – sagen Sie uns einfach Motiv, Farben und Stückzahl.

Passende Leistungen:

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Trikots: Siebdruck oder DTF?

Sagen Sie uns Stückzahl und Motiv – wir empfehlen das Verfahren, das pro Trikot am meisten Sinn ergibt.

Patrick Hilker, Inhaber Patrick Hilker Ihr Ansprechpartner

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