Glossar · Softwareentwicklung
Schnittstelle (API)
Eine Schnittstelle (englisch API, Application Programming Interface) ist eine definierte Verbindung, über die zwei Softwaresysteme Daten austauschen und Funktionen gegenseitig nutzen können. Sie legt fest, in welcher Form Anfragen gestellt und Antworten geliefert werden. APIs ermöglichen es etwa, einen Onlineshop mit der Warenwirtschaft oder ein Buchungssystem mit einer Website zu verbinden, ohne Daten manuell zu übertragen.
Ein Beispiel
Die Website eines Handwerksbetriebs zeigt freie Besichtigungstermine direkt aus dem Kalenderprogramm des Büros an: Die Website fragt die Termine über die API des Kalenders ab, der Kunde wählt einen Slot, und die Buchung landet sofort im Kalender – ohne dass jemand E-Mails abgleicht oder Termine doppelt vergibt. Beide Programme bleiben dabei eigenständig; sie tauschen nur über die vereinbarte Schnittstelle Daten aus.
Wann ist das für Sie relevant?
Mit Schnittstellen sollte man sich beschäftigen, sobald zwei Systeme dieselben Daten brauchen und heute jemand abtippt, kopiert oder Excel-Listen hin- und herschickt. Die wichtigste Vorsichtsmaßnahme gilt schon beim Software-Kauf: vorher prüfen, ob das Produkt eine dokumentierte API mitbringt. Ein System ohne Schnittstelle wird zur Sackgasse – jede spätere Anbindung wird dann aufwendig oder unmöglich.
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