Glossar
Fachbegriffe, kurz und verständlich erklärt. Jeder Begriff hat eine eigene Seite.
- Auflage
-
Die Auflage ist die Stückzahl, in der ein Druckprodukt hergestellt wird – also wie viele Visitenkarten, Flyer oder Hefte gedruckt werden. Sie beeinflusst den Stückpreis stark: Ein großer Teil der Kosten entsteht einmalig bei Einrichtung und Vorbereitung, deshalb sinkt der Preis pro Stück, je höher die Auflage ist. Bei kleinen Mengen ist Digitaldruck meist wirtschaftlicher, bei sehr großen Mengen andere Verfahren. Die passende Auflage ergibt sich aus dem tatsächlichen Bedarf – zu viel auf Vorrat bindet Geld, zu wenig führt zu teuren Nachdrucken.
- Barrierefreiheit (BFSG)
-
Barrierefreiheit bedeutet, dass eine Website von möglichst allen Menschen genutzt werden kann – auch mit eingeschränktem Seh-, Hör- oder Bewegungsvermögen oder per Tastatur und Vorlesesoftware. Maßstab sind die WCAG-Richtlinien (ausreichende Kontraste, Alternativtexte für Bilder, bedienbare Formulare, klare Struktur). Mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) gelten seit dem 28. Juni 2025 für viele Unternehmen verbindliche Anforderungen, vor allem im elektronischen Geschäftsverkehr (z. B. Online-Shops und Buchungen). Barrierefreiheit verbessert zugleich Bedienbarkeit und Auffindbarkeit für alle Besucher.
- CMYK und RGB
-
CMYK und RGB sind zwei Farbmodelle für unterschiedliche Medien. RGB (Rot, Grün, Blau) ist ein additives Modell für Bildschirme, das Farben durch Lichtmischung erzeugt und einen großen, leuchtenden Farbumfang hat. CMYK (Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz) ist ein subtraktives Modell für den Druck, bei dem Farben aus Druckfarben gemischt werden. Da der Druck nicht alle leuchtenden Bildschirmfarben wiedergeben kann, sollten Druckdaten in CMYK angelegt werden, um Farbabweichungen zu vermeiden.
- Content-Management-System (CMS)
-
Ein Content-Management-System (CMS) ist eine Software, mit der sich Inhalte einer Website ohne Programmierkenntnisse erstellen, bearbeiten und verwalten lassen. Texte, Bilder und Seiten werden über eine Oberfläche gepflegt, während Gestaltung und Technik im Hintergrund getrennt bleiben. Bekannte Beispiele sind WordPress, TYPO3 oder Drupal. Ein CMS lohnt sich, wenn Inhalte regelmäßig und selbstständig aktualisiert werden sollen.
- Core Web Vitals
-
Core Web Vitals sind von Google definierte Messwerte für die Nutzererfahrung einer Website, vor allem Ladegeschwindigkeit, Reaktionsschnelligkeit auf Eingaben und visuelle Stabilität (springt das Layout beim Laden?). Seit 2024 zählt dazu die strengere Kennzahl INP (Interaction to Next Paint), die misst, wie schnell die Seite auf Eingaben reagiert (Zielwert unter 200 Millisekunden). Sie fließen in die Bewertung durch Suchmaschinen ein und beeinflussen, ob Besucher bleiben oder abspringen. Gute Werte erreicht man durch optimierte Bilder, schlanken Code, sinnvolles Caching und ein solides Hosting. Eine schnelle, stabile Seite ist damit nicht nur angenehmer, sondern auch besser auffindbar.
- Digitale Souveränität
-
Digitale Souveränität bezeichnet die Fähigkeit, selbst über die eigenen Daten, Systeme und Technologien zu bestimmen – also unabhängig zu sein von einzelnen Anbietern, Plattformen oder Diensten außerhalb der EU. Konkret heißt das: zu wissen und zu steuern, wo Daten gespeichert und verarbeitet werden, wer Zugriff hat und ob sich eine Lösung später ohne großen Aufwand wechseln lässt. Bausteine sind unter anderem eigene oder europäische Server, DSGVO-konforme Verarbeitung, offene Standards und Open Source statt Lock-in. Für Unternehmen senkt das Abhängigkeiten und rechtliche Risiken und hält die Kontrolle über die eigene digitale Infrastruktur im Haus.
- Domain & DNS
-
Eine Domain ist die Adresse, unter der eine Website erreichbar ist (z. B. patrickhilker.de). Das DNS (Domain Name System) ist das Adressbuch des Internets: Es übersetzt die Domain in die technische Adresse des Servers, auf dem die Seite liegt, und steuert auch, wohin E-Mails an die Domain gehen. Wer eine Domain registriert, sichert sich diesen Namen; über die DNS-Einträge wird festgelegt, welcher Server Website und E-Mail bereitstellt. Ein sauberer Umzug zwischen Anbietern läuft genau über diese Einträge – ohne dass die Domain verloren geht.
- Druckdaten & Anschnitt
-
Druckdaten sind die druckfertig aufbereiteten Dateien, aus denen ein Druckprodukt entsteht – meist als PDF im Farbraum CMYK, mit ausreichender Auflösung und eingebetteten Schriften. Der Anschnitt (engl. "bleed") ist ein kleiner Überstand des Motivs über das spätere Endformat hinaus, üblicherweise rund 3 mm. Er sorgt dafür, dass beim Zuschneiden keine weißen Blitzer am Rand entstehen, falls der Schnitt minimal abweicht. Sauber angelegte Druckdaten mit Anschnitt vermeiden Nacharbeit und Qualitätsverluste; fehlen sie, bereiten wir die Vorlage vor dem Druck entsprechend auf.
- DSGVO-konforme Website
-
Eine DSGVO-konforme Website erfüllt die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung an den Umgang mit personenbezogenen Daten. Dazu gehören in der Regel eine verständliche Datenschutzerklärung, ein vollständiges Impressum, eine verschlüsselte Übertragung (HTTPS) sowie eine Einwilligung für nicht notwendige Cookies und externe Dienste. Ziel ist, dass Besucherinnen und Besucher nachvollziehen können, welche Daten zu welchem Zweck verarbeitet werden, und der Verarbeitung zustimmen können.
- DTF-Druck
-
DTF (Direct to Film) ist ein Textildruckverfahren, bei dem ein Motiv zunächst spiegelverkehrt auf eine spezielle Folie gedruckt und mit Klebepulver versehen wird. Anschließend überträgt eine Transferpresse das Motiv mit Hitze und Druck auf das Textil. DTF eignet sich für kleine bis mittlere Mengen sowie für mehrfarbige Motive, da keine Siebe oder Farbtrennung nötig sind, und funktioniert auf vielen Stoffarten.
- Flexdruck
-
Flexdruck ist ein Textilveredelungsverfahren, bei dem eine dünne, einfarbige Folie mit einem Schneidplotter in die gewünschte Form geschnitten und anschließend mit einer Transferpresse durch Hitze und Druck aufs Textil aufgebracht wird. Die Oberfläche ist glatt und gleichmäßig, das Ergebnis dehnbar und haltbar. Flexdruck eignet sich besonders für ein- oder wenigfarbige Motive wie Schriftzüge, Namen und Nummern, etwa zur Individualisierung von Trikots und Arbeitskleidung.
- Flockdruck
-
Flockdruck ist ein Textilveredelungsverfahren, bei dem eine einfarbige Folie mit einem Schneidplotter zugeschnitten und mit Hitze und Druck aufs Textil übertragen wird. Im Unterschied zum Flexdruck hat die Flockfolie eine samtig-beflockte, leicht erhabene Oberfläche, die optisch und haptisch hochwertig wirkt. Flockdruck eignet sich für ein- oder wenigfarbige Motive wie Schriftzüge, Namen und Nummern und kommt häufig bei Trikots und hochwertiger Bekleidung zum Einsatz.
- GEO (Generative Engine Optimization)
-
GEO bezeichnet die Optimierung von Inhalten dafür, dass sie von KI-Suchmaschinen und Sprachmodellen (z. B. ChatGPT, Google AI-Überblicke, Perplexity) verstanden, korrekt zitiert und als Quelle empfohlen werden. Während klassisches SEO auf Ranking-Positionen in der Trefferliste zielt, geht es bei GEO um klar beantwortbare Inhalte, eindeutige Fakten, strukturierte Daten und eine sauber definierte Entität (wer, was, wo). Für lokale Anbieter heißt das: präzise Angaben zu Leistungen, Region und Ansprechpartner, damit die richtige Empfehlung herauskommt, wenn jemand eine KI nach einem Dienstleister in der Nähe fragt.
- Headless CMS
-
Ein Headless CMS ist ein Content-Management-System, das Inhalte nur verwaltet und über eine Schnittstelle bereitstellt – ohne fest vorgegebene Darstellung. Anders als bei einem klassischen CMS (etwa WordPress), bei dem Inhalt und Aussehen eng verbunden sind, ist beim "kopflosen" Ansatz die Pflege von der Ausgabe getrennt. Dieselben Inhalte lassen sich so flexibel auf einer Website, in einer App oder an anderen Stellen ausgeben. Das lohnt sich, wenn Inhalte in mehrere Kanäle fließen sollen oder eine besonders schnelle, individuell gebaute Website gefragt ist.
- Lokales SEO
-
Lokales SEO umfasst alle Maßnahmen, mit denen eine Website in den Suchergebnissen für ortsbezogene Anfragen besser gefunden wird, etwa "Webdesign in der Nähe" oder "Druckerei Rahden". Dazu gehören ein gepflegtes Unternehmensprofil bei Google, einheitliche Angaben zu Name, Adresse und Telefonnummer, lokale Inhalte sowie Bewertungen. Ziel ist es, in der Region und auf der Karte sichtbar zu sein und Anfragen aus dem Umkreis zu gewinnen.
- Managed Hosting
-
Managed Hosting (betreutes Hosting) bedeutet, dass sich der Anbieter um den laufenden Betrieb des Servers kümmert: Updates, Sicherheit, Backups, Erreichbarkeit und Fehlerbehebung. Im Gegensatz zu reinem Speicherplatz ("nur ein Webspace-Paket") gibt es einen Ansprechpartner, der eingreift, wenn etwas hakt. Für Unternehmen ohne eigene IT senkt das Risiko und Aufwand, weil Wartung und Notfälle nicht selbst gestemmt werden müssen. Wichtig sind dabei regelmäßige, getestete Backups und eine verlässliche Erreichbarkeit im Problemfall.
- MVP (Minimum Viable Product)
-
Ein MVP (Minimum Viable Product) ist die erste, bewusst auf den Kern reduzierte Version einer Software, die genau die wichtigsten Funktionen enthält, um echten Nutzen zu liefern und am Markt getestet zu werden. Statt von Anfang an alle Wünsche umzusetzen, wird zuerst das Wesentliche gebaut und anhand von echtem Feedback weiterentwickelt. Das senkt Kosten und Risiko, weil man früh erkennt, was tatsächlich gebraucht wird, bevor weiter investiert wird.
- Print on Demand
-
Print on Demand (Druck auf Abruf) bedeutet, dass erst dann produziert wird, wenn tatsächlich Bedarf besteht – statt eine große Menge auf Vorrat zu fertigen. Bei Textilien und Drucksachen lassen sich so einzelne Stücke oder kleine Mengen bei Bedarf nachordern, ohne ein ganzes Lager vorzufinanzieren. Voraussetzung ist, dass die Druckdaten und Vorlagen vorbereitet hinterlegt sind, damit eine Nachproduktion schnell und in gleichbleibender Qualität läuft. Das senkt Lagerkosten und Verschnitt und passt besonders zu Vereinen und Betrieben mit wechselndem Bedarf.
- Responsive Webdesign
-
Responsive Webdesign bezeichnet die Gestaltung von Websites, die sich automatisch an die Bildschirmgröße des Endgeräts anpassen. Layout, Schriftgrößen und Bilder reagieren flexibel, sodass die Seite auf Smartphone, Tablet und Desktop gleichermaßen gut lesbar und bedienbar ist. Da ein großer Teil der Zugriffe über mobile Geräte erfolgt, ist responsives Verhalten heute Standard und wirkt sich auch positiv auf die Suchmaschinenplatzierung aus.
- Schnittstelle (API)
-
Eine Schnittstelle (englisch API, Application Programming Interface) ist eine definierte Verbindung, über die zwei Softwaresysteme Daten austauschen und Funktionen gegenseitig nutzen können. Sie legt fest, in welcher Form Anfragen gestellt und Antworten geliefert werden. APIs ermöglichen es etwa, einen Onlineshop mit der Warenwirtschaft oder ein Buchungssystem mit einer Website zu verbinden, ohne Daten manuell zu übertragen.
- Siebdruck
-
Siebdruck ist ein Druckverfahren, bei dem Farbe durch ein feinmaschiges Sieb mit einer Schablone auf das Material gerakelt wird. Für jede Farbe wird ein eigenes Sieb benötigt, weshalb einmalige Einrichtungskosten pro Farbe anfallen. Das Verfahren liefert sehr deckende, langlebige Drucke und ist bei großen Auflagen mit wenigen Farben besonders wirtschaftlich. Eingesetzt wird es unter anderem für Textilien, Werbemittel und Schilder.
- SSL-/TLS-Zertifikat
-
Ein SSL-/TLS-Zertifikat verschlüsselt die Verbindung zwischen dem Browser eines Besuchers und dem Server, auf dem die Website liegt. Erkennbar ist es am "https://" und dem Schloss-Symbol in der Adresszeile. Es sorgt dafür, dass übertragene Daten – etwa aus einem Kontaktformular – nicht mitgelesen werden können, und ist heute Standard: Browser warnen vor Seiten ohne gültiges Zertifikat, und auch für die Auffindbarkeit bei Suchmaschinen ist es relevant. Bei betreutem Hosting ist das Zertifikat in der Regel eingerichtet und wird automatisch verlängert. Wie die gängigen Hoster SSL bereitstellen (Let's Encrypt, automatische Verlängerung, HTTPS-Weiterleitung), zeigt die Übersicht SSL & HTTPS bei den Anbietern.
- Staging-Umgebung
-
Eine Staging-Umgebung ist eine separate Testkopie einer Website, die für Besucher nicht sichtbar ist. Auf ihr lassen sich Updates, neue Funktionen oder größere Änderungen ausprobieren, bevor sie auf der echten Seite (Live-Umgebung) landen. So fällt auf, ob ein WordPress-Update ein Plugin lahmlegt oder die Darstellung bricht – ohne dass Kunden davon etwas merken. Erst wenn auf dem Staging alles läuft, werden die Änderungen live übernommen. Das ist die wichtigste Vorsichtsmaßnahme, um Ausfälle bei laufendem Betrieb zu vermeiden.
- Vektorgrafik
-
Eine Vektorgrafik beschreibt Bilder über mathematisch definierte Formen wie Linien, Kurven und Flächen statt über einzelne Bildpunkte (Pixel). Dadurch lässt sie sich verlustfrei beliebig vergrößern oder verkleinern – vom Visitenkartenlogo bis zur Fahrzeugbeschriftung. Vektorgrafiken sind die Grundlage für sauberen Druck und Veredelung; übliche Formate sind SVG, AI, EPS und PDF.
- Website-Backup
-
Ein Website-Backup ist eine vollständige Sicherung von Dateien und Datenbank einer Seite, sodass sie nach einem Defekt, einem fehlgeschlagenen Update oder einem Angriff wiederhergestellt werden kann. Entscheidend sind drei Dinge: Backups müssen regelmäßig und automatisiert laufen, an einem getrennten Ort liegen und im Ernstfall auch tatsächlich zurückspielbar sein. Ein Backup, das nie getestet wurde, ist im Zweifel kein Backup. Wer Updates und Sicherheit ernst nimmt, braucht ein funktionierendes Backup-Konzept als Grundlage – es ist die Versicherung gegen den teuersten Moment, in dem etwas bereits kaputt ist.
- Website-Migration (Umzug)
-
Eine Website-Migration ist der Umzug einer bestehenden Seite von einem Hoster, Server oder System auf ein anderes – zum Beispiel weg von einem langsamen oder teuren Anbieter hin zu einer betreuten Umgebung. Dazu gehören mehr als nur die Dateien: Datenbank, Medien, E-Mail-Postfächer, Domain und DNS, SSL-Zertifikat und bei WordPress auch Plugins und Konfiguration müssen vollständig mitkommen. Ein sauberer Umzug läuft über eine getestete Kopie, sodass die Seite ohne Datenverlust und ohne sichtbaren Ausfall umgeschaltet wird. Geprüft wird vorher und nachher – ein Umzug ist erst fertig, wenn live alles funktioniert.
- Workflow-Automatisierung
-
Workflow-Automatisierung verbindet Programme und Aufgaben so, dass wiederkehrende Schritte ohne Handarbeit ablaufen – etwa eine Anfrage, die automatisch erfasst, weitergeleitet und in einer Liste vermerkt wird. Werkzeuge wie n8n verknüpfen dafür verschiedene Systeme über deren Schnittstellen und führen festgelegte Abläufe aus, wenn ein Auslöser eintritt. Das spart Zeit, vermeidet Übertragungsfehler und entlastet von monotonen Tätigkeiten. Wichtig ist eine durchdachte, datenschutzkonforme Einrichtung; betrieben werden solche Abläufe auf Wunsch auf eigenen Servern in Deutschland.